Microneedling gehört zu den gefragtesten Methoden, um die Haut von innen heraus zu festigen. Wer sich damit beschäftigt, stösst schnell auf zwei Namen: SkinPen und Dermapen. Vorweg, weil es oft verkürzt dargestellt wird: Beide sind professionelle, von der FDA zugelassene Medizingeräte. Die wichtigere Unterscheidung verläuft woanders – zwischen echten Medizingeräten und den vielen günstigen Nachbauten. Wir bei alestetics arbeiten mit dem SkinPen und erklären hier, warum.
Was Microneedling mit der Haut macht
Microneedling ist eine Kollagen-Induktions-Therapie. Feine Nadeln setzen kontrollierte Mikroreize in die Haut; der Körper reagiert darauf mit Reparatur und bildet dabei neues Kollagen und Elastin. In Hautproben lässt sich dieser Effekt belegen: Nach mehreren Sitzungen steigen Kollagen vom Typ I, III und VII sowie Elastin deutlich an (El-Domyati et al., 2015). Schon die grundlegende Arbeit zur perkutanen Kollagen-Induktion zeigte Verbesserungen bei Narben, feinen Linien und nachlassender Spannkraft (Aust et al., 2008).
Warum Kollagen dabei der entscheidende Baustein ist und ab wann es abnimmt, liest du im Detail unter Kollagen aufbauen.
SkinPen und Dermapen – beides zugelassene Medizingeräte
Hier wird oft mehr Unterschied behauptet, als es gibt. Sowohl SkinPen als auch Dermapen sind professionelle Microneedling-Geräte für die Hand von Fachleuten, beide arbeiten mit einstellbaren Nadeltiefen, und beide tragen eine FDA-Zulassung.
Der SkinPen war 2018 das erste Microneedling-Gerät überhaupt, das von der FDA zugelassen wurde – als Medizinprodukt der Klasse II zur Behandlung von Aknenarben. In der Zulassungsstudie berichteten nach drei Sitzungen rund 90 Prozent der Behandelten nach sechs Monaten eine Verbesserung ihrer Aknenarben, und das über alle Hauttypen hinweg (FDA De Novo DEN160029). Dermapen 4, das aktuelle Gerät von DermapenWorld, ist ebenfalls für die Behandlung von Aknenarben FDA-zugelassen. Beide sind damit seriöse Wahl.
Worauf es wirklich ankommt: Medizingerät statt Nachbau
Das eigentliche Risiko liegt nicht in der Wahl zwischen SkinPen und Dermapen, sondern darunter. Neben den echten Medizingeräten gibt es eine Flut günstiger Microneedling-Pens, die im Handel und online oft pauschal „Dermapen» genannt werden – obwohl sie mit DermapenWorld nichts zu tun haben. Diese Nachbauten unterscheiden sich stark in Verarbeitung, Nadelqualität, Sterilität und Sicherheit.
Achte deshalb nicht auf den Namen, sondern auf drei Dinge: ein zugelassenes Medizingerät, eine sterile Einwegkartusche, die sich nicht wiederverwenden lässt, und eine geschulte Anwendung in einer Klinik. Genau das trennt eine sichere Behandlung von einem Risiko.
Wofür Microneedling geeignet ist
Microneedling wirkt überall dort, wo es um Struktur und Hautqualität geht:
- Aknenarben – die am besten belegte Anwendung; Eispick-, Boxcar- und Rolling-Narben lassen sich in der Tiefe glätten. → Aknenarben
- Feine Linien & Hautstruktur – die angeregte Kollagenbildung festigt und glättet. → Fältchen & feine Linien
- Grosse Poren – das Bindegewebe rund um die Pore wird gestärkt, das Hautbild feiner. → Grosse Poren
- Dehnungsstreifen – die Struktur lässt sich mildern, wenn auch nicht vollständig entfernen.
Ein Vorteil gerade für dunklere Hauttypen: Microneedling arbeitet ohne Hitze und gilt als risikoarm in Bezug auf Pigmentverschiebungen.
SkinPen oder Vivace?
Wer zusätzlich zur Nadelwirkung Tiefenwärme möchte, für den gibt es RF-Microneedling: Vivace® verbindet das Microneedling mit Radiofrequenz und setzt damit einen stärkeren Reiz auf das tiefere Bindegewebe. Welche Variante zu dir passt, hängt von Hautziel und Hauttyp ab.
Warum wir bei alestetics SkinPen verwenden
Wir haben uns für den SkinPen entschieden – nicht, weil andere Medizingeräte schlechter wären, sondern weil dieses Gerät zu unserem Vorgehen passt: die sterile Einwegkartusche, die sanfte Vibration, die gute Verträglichkeit über alle Hauttypen und die klinische Datenlage, auf die wir uns stützen. Eine bewusste Wahl für ein Gerät, das wir intern erprobt haben.
Mehr zur Behandlung, zum Ablauf und zu den Preisen findest du auf der Seite SkinPen® Microneedling. Ob Microneedling für dein Hautziel der richtige Weg ist, klären wir am besten in der AURA 3D Hautanalyse – kostenlos und unverbindlich.
Ist SkinPen besser als Dermapen?
Beide sind professionelle, FDA-zugelassene Microneedling-Geräte – in dieser Hinsicht nehmen sie sich wenig. Der SkinPen war 2018 das erste FDA-zugelassene Gerät seiner Art, Dermapen 4 ist ebenfalls zugelassen. Wir verwenden den SkinPen, weil er zu unserem Vorgehen passt. Wichtiger als die Wahl zwischen diesen beiden ist, dass überhaupt ein zugelassenes Medizingerät zum Einsatz kommt und nicht einer der vielen günstigen Nachbauten, die ebenfalls „Dermapen» genannt werden.
Ist Microneedling mit SkinPen für alle Hauttypen geeignet?
Ja. Der SkinPen ist für alle Hauttypen geprüft, von hell bis dunkel. Da er ohne Hitze arbeitet, gilt das Risiko für Pigmentverschiebungen als gering – ein Vorteil besonders für dunklere Haut.
Wie viele Sitzungen braucht Microneedling?
In der Regel sind es etwa drei Sitzungen im Abstand von rund vier Wochen, je nach Hautziel auch mehr. Kollagen baut sich über Wochen bis Monate auf, die Wirkung entwickelt sich also schrittweise.
